Duft-Historie

Die Erkenntnis: Echte Öle wirken Wunder

Es ist Juli im Jahr 1910 in Frankreich. Dr. René-Maurice Gattefossé entdeckt die heilende Wirkung des Lavendels. Sicherlich nicht rein zufällig, wie es in der einschlägigen Literatur zur Aromatherapie zu lesen ist. Wir dürfen davon ausgehen, dass sich der Chemiker und Parfümeur bereits vorher mit der Wirkung der Pflanze beschäftigt hat. Frankreich ist die Heimat des echten Lavendels und Gattefossés Leidenschaft galt der Suche und Herstellung neuer, feinster Düfte.

„Das Heil-werden liegt im ätherischen Öl. Es kennt nur die heile Lösung, daher kannst du ihm vertrauen.“ (Katja Lüttgert)

Die eigene hautnahe Erfahrung ist es, die Gattefossés Interesse an der tieferen Erforschung des Lavendels weckt. Er erfährt die lindernde Wirkung bei Brandwunden am eigenen Leib. Durch eine Unachtsamkeit kommt es zu einer Explosion in seinem Labor, bei der sich der Chemiker eine Hand schwer verbrennt. Spontan taucht er, der Legende nach, die schmerzende Hand in ein Fass mit naturbelassenem Lavendelöl und erfährt eine überraschende Wirkung. Der Schmerz lässt nach und die Wunden heilen schnell, ohne eine einzige Narbe zu hinterlassen. Dank dieser Geschichte gelangen sowohl René-Maurice Gattefossé als auch der französische Lavendel zur Berühmtheit.

Die Freiheit des Lavendel

Heute wissen wir: Der Lavandula vera ist ein echter Tausendsassa. Es gibt kaum ein ätherisches Öl mit so zahlreichen Eigenschaften wie der echte Lavendel. Und es gibt keinen Duft, der uns in ‚hitzigen‘ Situationen so schnell ausgleicht. Er bringt uns in unsere Mitte und schenkt uns ein Gefühl innerer Weite. „Ich bin glücklich und frei“ singt der Lavendel in einem Märchen aus ‘Tausend und eine Nacht’. Ein oder zwei Tropfen in der Duftlampe genügen und die Luft wird klarer, sauber und frischer. Und genauso schreiben wir, wenn wir zuvor an dem Lila-Laune-Duft schnuppern.

Ein Erbe des Altertums

Nun gilt Gattefossé als einer der Urväter der Aromatherapie, erfunden hat er sie natürlich nicht. Die heilende Wirkung von Pflanzenölen wurde weitaus früher entdeckt und bereits im Altertum genutzt. Die kostbaren Salbungen waren jedoch wohlhabenden Menschen vorbehalten.
Öle oder Räucherwerk waren teuer und wurden auch im alten Ägypten oder in Mesopotamien hoch geschätzt und gehandelt. Die Menschen konnten sich allein den Mitteln bedienen, die die Natur ihnen gab, um Krankheiten zu heilen oder Wunden zu versorgen. Sie erkannten und nutzten die therapeutische Wirkung unterschiedlicher Pflanzenbestandteile: Blüten, Blätter, Wurzeln oder die Harze von Bäumen und Sträuchern. So verließen sich die Indianer Amerikas auf den reinigenden und entzündungshemmenden Salbei, die Ärzte und Heiler Kairos bedienten sich bereits 2.300 v. Chr. den heiligen sieben Ölen der Pharaonen, die den sieben Hauptchakren zugeordnet wurden:

1. Wurzelchakra – Red Amber
2. Sakralchakra – Moschus
3. Solarplexuschakra – Jasmin
4. Herzchakra – Rose
5. Halschakra – Amber Kaschmir
6. Stirnchakra – Sandelholz
7. Kronenchakra – Lotus

Referenzen in der Bibel

Auch die Bibel berichtet über die heilsame Wirkung von Pflanzenölen. Aus dieser Perspektive liest sich die alte Schrift wie ein Handbuch der Naturheilkunde, in der wir mehr als 1.000 Referenzen finden. Die Geschichte von den Weisen aus dem Morgenland, die dem Jesuskind zur Geburt Gold, Weihrauch und Myrre bringen, kennen wir alle. Caspar, Melchior und Balthasar schenkten nur vom Feinsten. Weihrauch und Myrrhe sind bis heute Kostbarkeiten der Natur: zwei gleichgesinnte Pflanzenseelen, wie Aromaexpertin Katja Lüttgert es nennt.
So eignet sich der Weihrauch (Boswelia carterii), als ätherisches Öl oder Räucherwerk, wunderbar für die Meditation. Die Myrrhe (Commiphora myrrha) ist für ihre balsamischen Eigenschaften bekannt. „Liebevoll schenkt sie uns ihren Duft, dringt unbemerkt in unsere gestressten Gehirne ein und beruhigt angespannte Nerven“, schreibt Katja in ihrem Buch ‚Wohlgerüche‘.

Die Qualität natürlicher Chemie

So vielfältig wie die Natur ist die Auswahl an Düften, die uns heute zur Verfügung stehen. Es sind jedoch nur die echten ätherischen Öle, deren Chemie und Schwingungen eine heilsame Wirkung haben. Sie selbst schöpfen ihre Kraft aus den vier Elementen. Wir haben es mit ‚echten‘ chemischen Verbindungen zu tun. Mit natürlichen Prozessen, die frei von industrieller, abgefertigter Chemie sind. Daher schreiben wir in meinen Workshops ausschließlich mit ausgewählten, 100%tigen ätherischen Ölen feinster Qualität, beispielsweise von Senti! Berlin.
Sie schaffen eine Atmosphäre des Wohlbehagens und wecken unsere Phantasie, unmittelbar und direkt über das limbische System. Denn die Nase ist der kürzeste Weg zu unseren Gefühlen. Schnuppert selbst und lasst euch beflügeln.

Quelle: u. a. Himmlische Düfte, S. Fischer-Rizzi, AT Verlag

Fotos: Ute Adam, wort + !dee