Akrostichon – wie schreibt man das?

Ein Wortspiel mit Neroli-Duft:

Ich wiederhole es immer wieder gern in meinen Workshops oder nutze das Akrostichon im Coaching, zur Inspiration und Ideenfindung. Die aus dem Griechischen stammende literarische Versform ist einer der vielseitigsten Schreib-Impulse und rhetorischen Figuren. Buchstabieren lässt es sich nicht so flüssig, ein ‚Leistengedicht‘ zu schreiben, geht hingegen spielend leicht. „Akrostichon – wie schreibt man das?“ weiterlesen

Christiane im Elfchenrausch

Elfchen schreiben macht süchtig! So erging es auch Christiane T., die ich im Einzelcoaching begleiten durfte. Und weil es dabei nie darum geht, dass wir etwas ’schaffen‘, fließen die Wörter meist mit Leichtigkeit aus der Feder. Das ist der Aha-Moment jenseits von richtig und falsch, in dem unsere Kreativität fließen kann: spontan und überraschend. So darf es sein – schreiben und leben ohne Leistungsdruck! Das ist tatsächlich eine Übung, bei der uns Elfchen auf die Sprünge helfen – federleicht und fehlerfroh: Hier ein kleines Elfchen-Potpourri. „Christiane im Elfchenrausch“ weiterlesen

Schreiben – die Tür zur Stille

Wenn ich die Tür und die Augen schließe und all meine Gedanken zum Schweigen bringe – so, als säße ich vor einem leeren, weißen Blatt – dann kann ich die Stille hören. Zuerst ist es ein heller, sirrender, gleichmäßiger Ton. Langsam wird er dunkler, wie mein Herzschlag und dann umfängt mich die Stille. Es fühlt sich so an, als ob Mutter Erde einen sternenbestickten Mantel um mich legt. Diese Stille ist angefüllt mit innerem Licht, Frieden, Dankbarkeit und Hingabe, sagt Jutta Westphalen, die sich in diesem Jahr ganz dem Schreiben gewidmet hat. „Schreiben – die Tür zur Stille“ weiterlesen

Vom guten Leben – Achtsamkeit üben

Den Puls des eigenen Herzens spüren. Ruhe im Innern, Ruhe im Äußern. Wieder Atem holen lernen. Das ist es. Auch wenn der Dichter Christian Morgenstern es vor gut hundert Jahren sicher nicht so genannt hätte, was er beschrieben hat, ist es pure Achtsamkeit – zusammengefasst in wenigen poetischen Worten. Wer lernt, achtsamer durchs Leben zu gehen, beschenkt sich mit Ruhe, Stärke und Genuss, sagt auch Yoga-Lehrerin und Achtsamkeitstrainerin Barbara Münzer aus Berlin. Sie verrät uns warum und gibt drei super einfache Übungen an die Hand: zum einfach mal Durchatmen und achtsamen Schreiben. Es darf leicht gehen!

„Vom guten Leben – Achtsamkeit üben“ weiterlesen

Fünf-Minuten-Schreiben – die kreative Pause bringt’s!

Eine Erfahrung, die ich gerne teile: „Liebe Gabriele, deine Impulse waren sehr anregend, das Schreiben hat mir gutgetan. Ich möchte eine tägliche Schreibroutine finden, um kreativer und geistig lockerer zu werden. Wie kann mir das im Alltag gelingen?“, schreibt eine Teilnehmerin meiner Abendseiten. Ja, ich kenne das. Es gibt viele Gründe, warum uns die Zeit zum Schreiben fehlt. Sei es auch nur gefühlt, weil wir so viel anderes auf dem Zettel haben und meist alles andere Vorrang hat. Mein Tipp: Die Latte niedrig halten. Und mit dem 5-Minuten-Schreiben beginnen. So, wie wir es in jedem Workshops zum Einstieg machen. „Fünf-Minuten-Schreiben – die kreative Pause bringt’s!“ weiterlesen

5-Minuten-Schreiben und die Sekunde dehnen

Automatisch schreiben, funktioniert das auch bei mir? Diese Frage stellen sich viele Teilnehmer/innen im Workshop, bevor sie beherzt loslegen und dann erfreut feststellen: Yippie, ich habe keine Schreibblockade. Ich kann schreiben! Wobei es um das Können ganz und gar nicht geht. Im Sinne der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) gibt es für mich kein richtig oder falsch! Daher bewerten oder interpretieren wir die Texte nicht, sondern üben uns gemeinsam darin, achtsam hinzuhören: den Worten und ihrem Klang zu lauschen und zu entdecken, welche Worte bei uns anklingen. Gemeinsam Hören ist ebenso spannend wie gemeinsames Schreiben.

Und so geht es … auch zu Hause

  • Schnapp dir Stift und Papier, denn du schreibst in jedem Fall mit der Hand.
  • Suche dir einen Ort, an dem du dich wohlfühlst und wo du wenigstens fünf Minuten Ruhe hast.
  • Atme ein paar Mal tief ein und aus. Und dann leg los.
  • Schreibe alles, was Dir gerade in den Sinn kommt ‚ ungebremst‘ auf. Ohne abzusetzen oder zwischendurch zu korrigieren.
  • Lass die Wörter fließen: in Stichpunkten, ganzen Sätzen oder Reimen.
  • Wenn du magst, mach das 5-Minuten-Schreiben zu einem täglichen Ritual: vielleicht am frühen Morgen, um aufgeräumt in den Tag zu starten, als Alternative zum Morgenseitenschreiben. Nach der Arbeit, um eine ‚Brücke‘ zum Feierabend zu schlagen oder vor dem Zubettgehen, um dich von belastenden Gedanken des Tages zu befreien. Schreib drauflos, wann immer es für dich passt.

Dass sich deine Schreibkompetenz ebenfalls ‚automatisch‘ verbessert, ist die gewünschte Nebenwirkung, die kreatives Schreiben mit sich bringt. Teste es gern in einem meiner Workshops und lerne außerdem die Wirksamkeit ätherischer Öle als Impulsgeberinnen kennen. Die zauberhaften Flaschengeister helfen dir, mit Leichtigkeit in den Flow zu kommen und eine ganze lange Weile bei dir zu bleiben. Lass dich inspirieren:

Verweilen dürfen. In der Zeit, die gerade ist.

„Ich setze mich auf den freien Stuhl, lege den Schlüssel auf den Tisch und schließe für einen Moment die Augen. Und nun ist da nur noch ein Wunsch: In Ruhe ankommen, mir Zeit nehmen für mich und den Atem; den Atem, der länger wird, weil zwischen den Zügen die Weile liegt, die lange Weile in zwei Worten.
Eine lange Weile: verweilen, hinschauen, sehen, spüren, atmen. Nichts als ver-weilen.
Verweilen und damit die Sekunde dehnen, so als ob sie aus der Zeit fiele, so als könne aus einer Sekunde ein Leben werden.
Verweilen und damit die Sekunde aus der Hast nehmen, so als ob man selbst aus der Zeit gefallen wäre, so als wäre nichts mehr als das, was gerade ist.
Und vielleicht ist es das auch; im Hintergrund das Lied der Vögel, die vom Frühling singen, unterbrochen von einigen Autos, die so wie ich eben noch durch die Zeit eilen, als gäbe es keine Sekunde, die man aus der Zeit nehmen könnte.
Ich beginne zu lächeln und spüre meinen Bauch, der sich gelassen hebt und senkt. Eile wird zur Weile. Was ich nach diesem Tag tue: In Ruhe ankommen, mir Zeit nehmen für mich und den Atem. Ich falle aus der Zeit für die Zeit, die gerade ist.“ (Eva Hoffmann)

Türkis … noch ein 5-Minuten-Text:

Schreiben, schreiben, schreiben, was ist da? Welchen Faden greife ich raus aus dem inneren Fadenknäuel?
Ist es ein roter Faden? Ach nein, der ist so wichtig, so seriös. Was bietet sich noch? Ach, nehme ich doch den türkisen Faden aus dem Knäuel. Allein die Farbe anzuschauen ist erfüllend und schon entstehen Bilder von Weite, Meer und ein sättigendes, beruhigendes Türkis. Ich kann gar nicht mehr wegsehen und ich möchte es auch nicht. Einfach in der Ruhe und Kraft dieser Farbe versinken und auftanken. Abkühlen und klar werden.
Wieder auftauchen und sehen, ich bin bei Gaby und neben mir steht leckerer Tee. Trinken. Ankommen. (Eva Hoffmann)

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