Über ätherische Öle

Mehr Qualität pro Tropfen

Woher weiß ich, wie gut ein ätherisches Öl ist? Diese Frage wird mir in meinen Schreibworkshops mit ‚Düften‘ immer wieder gestellt. Ich greife sie noch einmal auf und lasse die Expertin Katja Lüttgert zu Wort kommen, von der ich viel über die Wirkung und Anwendung ‚echter‘ Essenzen gelernt habe.

Katja ist Heilpraktikerin, Therapeutin und ärztlich geprüfte Gesundheitsberaterin (GGB). Die erfahrene Aromakundlerin lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Falkensee, in der Nähe ihrer Geburtsstadt Berlin und führt hier die Firma Senti!, von der ich meine Lieblingsöle beziehe. Wer einmal an einem Senti! Öl geschnuppert hat, weiß warum.

Meine eigene Erfahrung hat gezeigt, dass ich mich auf die nachhaltige Qualität der ‚nicht standardisierten‘ Senti!‘ Öle verlassen kann. Nach vielen Jahren ‚Dufterfahrung‘ habe auch ich einen guten Riecher für die Echtheit und Lebendigkeit der Essenz.

Abgesehen vom Duft, der durchaus ein Qualitätskriterium ist, gibt es jedoch konkrete Eckdaten, an denen wir uns beim Kauf eines Öls orientieren können. Das sind zunächst die wichtigsten Informationen, die auf keinem Etikett fehlen dürfen:

  • neben dem deutschen Namen der lateinische (botanische) Name (z. B. Lavendel fein und lavandula vera),
  • das Ursprungsland des Öles (z. B. Provence),
  • die Angabe des Pflanzenteils, der destilliert, gepresst oder extrahiert wurde (z. B. blühende Pflanzen)
  • sowie der klare Hinweis 100% reines ätherisches Öl.

Es gibt eine Vielzahl von sogenannten Duftölen auf dem Markt, die keinerlei Wirkung haben oder eher eine gesundheitsschädigende. Bezeichnungen wie naturidentisch sind irreführend und keinerlei Qualitätsmerkmal. Die tatsächliche Qualität eines ätherischen Öls ist jedoch gerade für Einsteiger/innen nicht so leicht zu erkennen, sagt auch Katja Lüttgert auf meine Frage:

Was kennzeichnet die Qualität eines ätherischen Öls?

Katja Lüttgert: Selbst jahrelange Kenner der duftenden Essenzen haben bisweilen Mühe, gute und sehr gute Qualität von herkömmlicher, meist standardisierter Massenware zu unterscheiden. Aus meiner Sicht hilft ein direkter Vergleich mit ‚nicht standardisierten‘ ätherischen Ölen, wie ich sie vertreibe. Wer ein wenig geübt ist, erkennt früher oder später den Unterschied an Lebendigkeit und Güte. Orientierungshilfe gibt unter anderem der Preis, den ‚individuelle‘ Öle zwangsläufig haben müssen. Ein preisintensiveres Öl ist so gut wie immer höherwertig. Die Investition lohnt sich in jedem Fall und relativiert sich im Verbrauch; ein gutes Öl bietet mehr Qualität pro Tropfen.

Nehmen wir zum Beispiel ein kostbares Rosenöl. Hier genügt oft ein einziger Tropfen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Und wenn es um den ‚Duftimpuls‘ geht, sprich das Riechen am Öl als unmittelbaren Schreibimpuls, dann ist der Verbrauch minimal, die Qualität der Essenz jedoch ganz entscheidend.

Menschen, die mit Ölen arbeiten oder sich intensiv damit beschäftigen wollen, empfehle ich, den direkten, persönlichen Kontakt zum Importeur oder Hersteller zu suchen. Das gibt Sicherheit.

Was zeichnet Senti! Öle aus?

Das erkläre ich am liebsten im persönlichen Gespräch. Generell kann ich sagen, sämtliche ätherischen Öle, Essenzen, Hydrolate sowie Basis-/Trägeröle werden von Senti! seit jeher selbst importiert. Zu den Erzeugern (Bio-Bauern) und Destillateuren habe ich seit Jahrzehnten direkte Beziehungen, in denen Vertrauen groß geschrieben wird. Für mich ist es selbstverständlich den Preis für ein Öl zu zahlen, den es wert ist.

Du arbeitest seit 1990 mit ätherischen Ölen. Wie bist Du dazu gekommen?

Durch meine liebe Mutter, die schon vor vielen Jahren mit den herrlichen Düften in ihrer Berliner Heilpraxis begann. Ihre Art mit ätherischen Ölen therapeutisch zu arbeiten, hat mich nachhaltig geprägt.

Du bist Inhaberin der Firm Senti! Wofür steht der Name?

‚SENTI!‘ ist vom italienischen ’sentire‘ abgeleitet, was wörtlich ‚riechen, spüren, schmecken‘ bedeutet. Ich fand diesen Namen für meine hochschwingenden, ätherischen Öle sehr passend. In Frankreich werden sie übrigens heute noch von Hausärzten als ‚Heilmittel‘ zur Einnahme verschrieben. Im Infinitiv verstehe ich meinen Namen als Aufforderung und Ermutigung, sich intensiv mit den Ölen zu beschäftigen.

Was ist für Dich das Besondere an der Arbeit mit den Essenzen?

Sie bieten uns die Chance, unsere kreativen, häufig im eigenen ‚Keller‘ verschütt gegangenen Gaben wieder zu entdecken. Oft genügt nur eine Duftspur und . . . siehe da, es sind schon viele Meister vom Himmel gefallen!

Wer mehr über Katja Lüttgert und ihre Öle erfahren möchte, liest mehr auf: www.senti-berlin.de  

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