schreibselig – Aromakunde

Was hat Schreiben mit Düften zu tun?

Rilke liebte Rosen und nahezu alle Dichter oder Lyriker ließen sich von Blumen und ihren Düften inspirieren. Für mich sind ätherische Öle wirkungsvolle Impulsgeberinnen, um unsere Kreativität zu entfalten oder unseren Selbst-Ausdruck zu verfeinern. Denn auch ihre Vielfalt und Kreativität ist unerschöpflich.

„Sinnlichkeit ist die Eintrittskarte in den Garten der Gefühle.“ (Ernst Ferstl)

Ihre Magie liegt allerdings nicht allein im Duft. Der muss uns nämlich gar nicht gefallen, damit die feinen Flaschengeister wirken. Ihre unsichtbaren (Duft-)Moleküle wirken unmittelbar über das limbisches System. Sie erreichen und aktivieren somit ohne Umwege die Gefühlsregion des Gehirns.

Die Magie der Flaschengeister

Ätherische Öle sind sanfte Beschleuniger. Gleichzeitig ‚entschleunigen‘ sie, indem sie uns ins Hier und Jetzt bringen. Und uns daran erinnern, was gerade wirklich wesentlich ist. So können wir uns zentrieren, konzentrieren oder einfach unserer Fantasie freien Lauf lassen. Der Flaschengeist, den wir rufen, hat garantiert eine Geschichte für uns parat – oder eine Antwort auf eine Lebensfrage, der wir uns mit Blatt und Bleistift widmen. Angelehnt an die Aromakunde heißt das:

„Wir betrachten ein ätherisches Öl als dialoganregenden Vermittler – als schöpferischen Impulsgeber. So betrachten wir den Menschen als Erscheinungsbild von Persönlichkeit und vor allem als kreativen Gestalter seines eigenen Lebensweges.“ Jürgen Trott-Tschepe

Vielleicht inspiriert dich das richtige Öl jetzt, ein neues Projekt ins Leben zu bringen oder deine wahren Talente zu leben. Ganz nebenbei – und höchstwahrscheinlich – wirst du schlicht und einfach ’schreibselig‘. Denn Schreiben mit Ölen ist immer eine kreative Erfahrung mit allen Sinnen. Konkret bedeutet das: Du schnupperst an der Flasche und folgst deiner Intuition. Du schreibst einfach drauflos – ohne Schere im Kopf.

Öle sind gut gegen Schreibhemmungen!

Diese Erfahrung habe ich in mehr als 10 Jahren und unzähligen Workshops gemacht. Mit einem ‚Duft in der Nase‘ erlebst du garantiert den Aha-Moment: „Hurra, ich kann schreiben.“ Denn die Öle wirken wie Tür- und Herzensöffner. Sie helfen dir, ‚Gefühlwörter‘ abzurufen. Gleichzeitig sensibilisieren sie dich für die Gefühle hinter deinen Worten. In jedem Fall machst du die Erfahrung, dass Wörter und Ideen buchstäblich aus deiner Feder fließen.  ​​

„Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.“ (Rumi)

Meine Art des Schreibens mit hochwertigen Aromaölen oder Essenzen verfolgt keine Absicht und ist keine Therapie. Es ist eine Übung in Achtsamkeit, die deine Wahrnehmung schult und dir hilft, dich selbst mehr und mehr beim Wort zu nehmen. Nicht mehr – und nicht weniger! Dass du ganz nebenbei deine Wortwahl und Textart verfeinerst, ist die gewünschte Nebenwirkung. Mit dem passenden ätherischen Öl schreibst du achtsamer, bunter, konkreter, mutiger und sinnlicher.

Workshops und Einzelberatung

Jedes Öl hat eine eigene, unverwechselbare ‚Chemie‘ und eine eigene Botschaft, die dir hilft, deine eigene Individualität zu entdecken und zu stärken. So lädt dich zum Beispiel die Rose ein, liebevoll mit dir selbst umzugehen. Ihre Botschaft spiegelt sich auch in der Textart wieder: Du schreibst weicher, zarter, blumiger oder gefühlvoller.

„Dem stärksten Willen fehlt oft die Kraft, die einer zarten Emotion selbstverständlich ist.“ (Elfriede Hablé)

Während dich ein feiner Lavendel schnell in deine Mitte oder eine Zypresse dich direkt auf den Punkt bringt. Die lebensfrohe Orange inspiriert dich vielleicht zu einer Kindheitserinnerung oder einer Gute-Laune-Story, wohingegen ein kräftigender Rosmarin dich buchstäblich von Null auf 100 bringt – und möglicherweise schneller ans Ziel, als du es vermutet hättest.

Schnupper einfach mal rein!

 

Fotos: Cernasite / misterQM / photocase.de // Wort und Idee