Eukalyptus: Endlich ich.

Abnehmen, mit dem Rauchen aufhören, mehr Bewegung, weniger Leistungsdruck, mehr hiervon, weniger davon… Wie viel entspannter und fröhlicher wären wir, würden wir uns zu Beginn des Jahres nicht mit Plänen und Vorsätzen überhäufen, von denen wir annehmen, dass sie uns einem gelassenen Leben näher brächten.

Wir könnten uns einigen wesentlichen Fragen zuwenden und Antworten finden, die unser Leben entspannter machten, statt mit kaum zu bewältigenden Vorsätzen zu kämpfen.

Denn bereits im zweiten Monat des Jahres dürfte sich bereits die erste Ernüchterung zeigen. Wenn wir feststellen, dass wir uns keineswegs darüber im Klaren sind, was uns wirklich wichtig ist. Weswegen wir erst einmal klären sollten, was wir tatsächlich erreichen wollen und was wir brauchen, um dieses Ziel zu erreichen. Was könnte da besser helfen, als das geschriebene Wort, angeregt durch den Duft des Eukalyptus. Und so war ich ein weiteres Mal bei einem Schnupperworkshop mit ‚Wort und Idee‘.

Plötzlich lag mein Weg vor mir

Der Workshop sollte mir helfen, mir Klarheit über meine Ziele zu verschaffen. Oder zumindest den Mut zu gewinnen, den ich benötige, um an meinen Weg zu glauben. Durch das 5-Minuten-Schreiben zum Einstieg hatte ich Zeit anzukommen und mich auf die Gruppe und den Tag einzulassen. War ich anfangs noch aufgeregt, weil ich die Teilnehmerinnen nicht kannte und nicht wusste, was mir der Tag bringen würde, löste sich diese Aufregung im Laufe des Tages auf. Sie wich neuer Motivation und neuem Tatendrang.

Denn wir sollten unseren ‚Weg‘ zunächst einmal aufzeichnen, um bildlich festzustellen, wo wir darauf gerade stehen. Ich legte los und zeichnete meinen Standort auf und skizzierte die für mich wichtigen Lebensabschnitte und Herausforderungen, die mir in naher Zukunft bevorstehen.

Zuvor hatte ich am Eukalyptus geschnuppert. Ich empfand ihn als kräftig, ein wenig aufdringlich und gleichzeitig erfrischend. Er drängte mich geradezu, meinen Weg zu gehen. Ich konnte mir die wichtigsten Punkte meiner Zukunft lebhaft vorstellen, so verschwommen und unklar sie mir vorher erschienen. Und fasste schließlich meine Wünsche und Ziele in klare Worte. Ich war sehr zufrieden mit meinem ‚Konzept‘ und meinen neuen Erkenntnissen.

Eine Erkenntnis, die ich zum wiederholten Mal aus einem ‚Schreibworkshop mit Düften‘ mitnahm, war vor allem, dass es gar nicht so viel Anstrengung braucht, um Klarheit zu gewinnen, sicherer, mutiger zu werden. Dass ein Duft genügt, um lebendige Bilder und innere Welten im Kopf entstehen zu lassen, die sich zu ergründen lohnen. Es braucht nur den richtigen Schreib- und Duftimpuls, um Emotionen freizusetzen, die es wert sind, erfahren und gelebt zu werden. Diese Erfahrung wünsche ich jedem.

Text: Evin Ay

Foto: marshi / photocase.de

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